Dienstag, 15. Februar 2022

Schöner Tag

Der Chronist macht es sich auf der Hotelterrasse bequem. Er pfeifft auf das Abenteuer Jeep in der Wüste und Abendessen unter Beduinen. Mit diesem Entschluss konnte er sich gestern Abend allertiefst entspannt ins Bett legen: Keine Termine mehr! Die Sonne schafft es heute sogar, ihn mit seiner Erkältung zu wärmen. Und er darf noch von zwei feinen Tagen berichten, die so richtig nach seiner Mütze waren. Um ihn herum eine kleine bunte Schar Stadthotelurlauber. Schwarze, ältere Damen, an denen der Lift schwer zu tragen hatte, bunt gekleidet, jedes Gesicht eine eigene Netflixserie, ein lustiges älteres Pärchen aus dem Iran, ein Moslem in weiß, der sich hier ein Bier gönnt, Geschäftsleute in Rückenlage auf den Sofas an ihren Maschinen und drei (alte) Damen, die einen siebzigsten Geburtstag feiern. Unvermeidlich in der ganzen Stadt bis unter die Klobrille: Hintergrundmusik, harte Beats, Jazzgesang, Klaviertröpfeln oder Syntheziser auf unendlich. Es muss regelrecht eine Industrie geben, die das genau für diesen Zweck herstellt. Man hört nichts Bekanntes, kostet ja Lizenzgebühren.

Immer während der letzten Tage entlang der Sheikh Sayed Road fuhr der Bus mit dem Chronisten an den Hochhauswelten vorbei. Vorgestern sollte es dann mitten hineingehen. Als Startpunkt dieses Tages ein weiteres Wahrzeichen.


An der Nahtstelle zwischen dem alten und dem neuen Dubai: The Frame

 

Von oben Richtung Neustadt geschaut; unten die Kuppel gehört zu einem gekühlten Spielplatz; zu sowas gehen im Sommer Eltern mit ihren Kindern hin; dann kann man nicht im Freien spielen

Sieger des Architektenwettbewerbes für den Rahmen war ein Mexikaner. Den haben die Scheichs irgendwie abgespeist und dann das Bauwerk selber realisiert. Des Chronisten Fachkollegen empörten sich darüber ebenso wie über die schlechten Fugen. Der Chronist fand, dass die den imposanten Eindruck kein Stück schmälern! Er würde sogar dem Scheich empfehlen, die nur für die EXPO aufgeklebten goldenen Ornamente dranzulassen.


Museum der Zukunft; zu Ehren des Chronistensohnes wird es am 22.02.2022 eröffnet; man ist gespannt auf die Inhalte der Ausstellung; da schwächelt man manchmal


Daneben die Emirate Towers: Staatstürme. Oben in den Einschnitten hat der Scheich sein Büro und passt auf, dass das Museum auch pünktlich eröffnet wird. Es ist sowieso schon weit hinter dem Zeitplan

Das Museum ist auch wohl eines der Lieblingsprojekte des Scheiches. Die Sage geht, dass er beim Auftauchen dieses Vorschlages den Wettbewerb für beendet erklärte; nichts anders sollte es werden. Die Sage erzählt weiterhin, dass dieser Entwurf so ein Serviettenentwurf sei. Mal so dahin skizziert und für gut befunden. Das Oval ist rund 100 m hoch und steht auf einem Raum, der von dem Grashügel eingekleidet ist.

Wie jede Pflanze muss auch jeder Qudratmeter Rasen ständig künstlich gewässert werden

Das Geldherz der Stadt, die Börse

 

Im Börsensessel neben dem Fahrstuhl; der Portier war sehr freundlich

Am Wochenende eher nicht da: Das Schmiermittel der Stadt, fleißige junge Leute


Orgie in Rosa inmitten des Geldes: Cafe; Guide und Architekt Dominic hätte es anders gemacht. Deswegen hat der den Entwurf auch nicht bekommen


Fanden alle gut: Eine von zwei Brücken über die Finanzwelt

Ins Herz des Chronisten: Das Etihad Museum

Seine Mitreisenden akzeptierten auch das Fugenbild

Wunderschön außen wie innen

Sie haben im Nachbargebäude 1971 die VAE gegründet, gestartet war man zu neunt

Schlecht geputzte Scheiben hat das iPhone übersehen

So attraktiv das Museum ist, es interessiert keinen

Ortswechsel zur Altstadt; Prinz Charles hatte sich für deren Erhalt eingesetzt... und die Amerikanerin, die diesen Wohnkomplex als Galerie und Herberge hergerichtet hat

ohne Worte

Nicht zu schnell trinken, sonst friert der Kopf ein

Die Altstadt wird von Indern bevorzugt

Irgendwie kommt ein Abendessen besonderer Art zustande. Dominic's Frau leitet ein japanisches Restaurant über dem Raffles Hotel; das Essen ist wirklich gut, die Lage besonders und der grüne Wagen vor dem Hoteleingang deutet das Preisniveau an. Es hat sich keiner beschwert

        
Die VAE Version eines Lamborghini vom Veredler Mansory, 880 PS für 680000 €; nicht dass der Chronist darüber Bescheid wüsste, das war das Hemmelhuber Jungvolk und Google; auf keinen Fall wollte der Chronist von diesem Monster von Rennrad geholt werden




Die ganzen Marmorschleifer wollen auch bezahlt werden; da werden dann mehr als 500 € die Nacht aufgerufen; da soll der grüne Mansory-Bubi mit seiner Mitfahrerin mal nach Hawaii fahren, da zahlt er doppelt und dreifach



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